Sonderausstellung in Familie Fehrs Oldtimer Museum - „HISTORISCHE STAATSLIMOUSINEN“
18. April 2026 – 22. November 2026
Zeitgeschichte auf vier Rädern: Staatslimousinen im Oldtimer Museum Wiener Neustadt
Zum neunten Mal lud die Familie Fehr zu einer außergewöhnlichen Sonderausstellung ins Oldtimer Museum Wiener Neustadt – und setzt erneut ein starkes Ausrufezeichen. Zwischen automobilen Ikonen wie dem Bentley S3 Saloon aus dem Erstbesitz von Frank Sinatra und dem Cadillac Fleetwood von Elvis Presley stehen diesmal historische Staatslimousinen im Rampenlicht. Die Ausstellung ist bis 22. November 2026 zu sehen.
Im Rahmen einer festlichen Eröffnung verschafften sich rund 160 geladene Gäste einen exklusiven ersten Einblick in den neuesten Zuwachs des Oldtimer-Museums. Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung von Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich, sowie Klaus Schneeberger, Bürgermeister von Wiener Neustadt.
Friedrich und Ronald Fehr haben ihr Museum als lebendigen Ort der Automobilgeschichte etabliert. Mit viel Gespür für Inszenierung und Kontext gelingt es ihnen, Technik nicht nur zu zeigen, sondern erfahrbar zu machen.
Die neue Sonderausstellung verbindet automobile Meisterwerke mit großer Geschichte: Staatslimousinen als rollende Symbole von Macht, Diplomatie und gesellschaftlichem Wandel. Jedes Fahrzeug erzählt von politischen Epochen und internationalen Beziehungen.
Die von Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter kuratierte Schau überzeugt durch eine eindrucksvolle Bandbreite und hohe historische Aussagekraft – und macht deutlich: Diese Fahrzeuge sind weit mehr als nur Fortbewegungsmittel.
Sie vereint den Rolls Royce 20 HP Landaulet Baujahr 1929 von König George VI mit der Daimler Limousine Baujahr 1987, in der seine Tochter, Queen Elisabeth II, offiziell chauffiert wurde, und den Rolls Royce Silver Spur Baujahr 1986, mit dem Lady Di und
Prinz Charles bei ihrem Besuch in Wien unterwegs waren.
Besondere Highlights sind auch der Cadillac der amerikanischen Botschaft, der von Präsident John F. Kennedy bei seinem historischen Gipfeltreffen mit Nikita Chruschtschow 1961 in Wien verwendet wurde, sowie ein Lincoln Continental und ein Cadillac aus der Ära des Präsidenten Ronald Reagan.
Aus österreichischer Sicht stehen der Gräf und Stift C 12, der für Bundeskanzler Kurt Schuschnigg gebaut worden war, der Chrysler Windsor Baujahr 1954, der bis 1966 von der österreichischen Bundesregierung eingesetzt wurde, der 1957 gebaute
Mercedes 220 S von Außenminister Leopold Figl und - als besonderes Highlight - der von Bundespräsident Adolf Schärf 1963 bestellte und von der Präsidentschaftskanzlei
bis 1974 intensiv für Repräsentationszwecke eingesetzte Mercedes 600 Pullman nicht nur für besondere Ereignisse und Höhepunkte der jüngeren österreichischen Geschichte. Sie dokumentieren auch den wirtschaftlichen Aufstieg der jungen Republik und die Rolle Österreichs als Zentrum internationaler Diplomatie.
Würdevoll ergänzt wird die Ausstellung durch einen Citroen DS, wie er von Präsident Charles de Gaulle benutzt wurde, den berühmten “Adenauer Mercedes“ 300 des deutschen Bundeskanzlers Dr. Konrad Adenauer, den Mercedes W 123 in US-Version des ungarischen Staatschefs Janos Kadar und - erstmals in Österreich zu sehen - die von Hongqi gebaute historische chinesische Staatslimousine CA770 “Red Flag“.
Es wäre im Sinne ihrer Erfinder, wenn diese Sonderausstellung, die gewiß die Herzen aller Oldtimerfreunde höher schlagen läßt, auch einen Beitrag zur Diplomatie und Völkerverständigung leisten könnte.