eutsch-französischer Vorstoß zur Abkehr vom Verbrenner-Aus ab 2035

von Christian Sch… 19/10/2026
Szenethema
eutsch-französischer Vorstoß zur Abkehr vom Verbrenner-Aus ab 2035

Deutsch-französischer Vorstoß zur Abkehr vom Verbrenner-Aus ab 2035: eFuel Alliance Österreich sieht darin einen entscheidenden Schritt zur Sicherung hunderttausender Arbeitsplätze.

Die deutsch-französische Einigung zur Zukunft des Verbrennungsmotors ist aus Sicht der eFuel Alliance Österreich ein wichtiger Schritt zur Neuausrichtung der europäischen Industrie- und Klimapolitik. Deutschland und Frankreich wollen die bisherigen Vorgaben für Neufahrzeuge ab 2035 flexibilisieren und künftig auch Fahrzeuge berücksichtigen, die ausschließlich mit erneuerbaren und CO2-armen Kraftstoffen betrieben werden.

„Endlich haben Deutschland und Frankreich die Dringlichkeit erkannt und handeln gemeinsam. Das ist ein längst überfälliges Signal zur Sicherung des Technologiestandorts, der Wettbewerbsfähigkeit und hunderttausender Arbeitsplätze. Wir können es uns nicht länger leisten, technologisches Know-how und industrielle Wertschöpfung durch einseitige regulatorische Vorgaben auf das Spiel zu setzen“, erklärt Jürgen Roth, Präsident der eFuel Alliance Österreich. „Und es wird anerkannt, dass eFuels zum Klimaschutz beitragen sollten. Klimaschutz kommt nicht mit einer Technologie aus, es braucht mehrere Lösungen.“

Hinter der Kurskorrektur steht ein entscheidender Perspektivenwechsel. Roth: „Nicht der Verbrennungsmotor ist das Problem, sondern das fossile CO2. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss alle verfügbaren Technologien zur Emissionsreduktion nutzen. Elektromobilität und erneuerbare Kraftstoffe dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Europa braucht beides, wenn es seine Klimaziele erreichen und gleichzeitig ein führender Industriestandort bleiben will.“

Österreichs Zulieferindustrie braucht Planungssicherheit

Gerade für Österreich hat die Debatte enorme wirtschaftliche Bedeutung. Heimische Unternehmen verfügen über international gefragtes Know-how in der Motorenentwicklung, im Anlagenbau und bei Technologien zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Dieses industrielle Potenzial gilt es zu erhalten und für internationale Märkte zu nutzen. „Europa muss wieder zum Kontinent werden, auf dem Zukunftstechnologien entwickelt, produziert und exportiert werden. Wir dürfen uns nicht selbst beschränken, während andere Weltregionen die Technologien industrialisieren und die Wertschöpfung lukrieren“, warnt Roth. „Die Einschränkung auf eFuels made in Europe sollte überdacht werden, weil sie die europäischen Technologieexporte behindern würde und eFuels auch außerhalb von Europa dringend benötigt werden“.

Jetzt muss aus dem politischen Signal europäisches Recht werden

Die eFuel Alliance Österreich fordert, den deutsch-französischen Vorstoß rasch in einen verlässlichen europäischen Rechtsrahmen zu überführen. Dazu gehören die Anerkennung erneuerbarer Kraftstoffe, technologieoffene CO2-Vorgaben und langfristige Investitionssicherheit. „Die Einigung ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht das Ziel. Nun ist das Parlament am Zug, um die Reform auch inhaltlich noch weiter voranzutreiben. Europa braucht keine weiteren Jahre regulatorischer Unsicherheit, sondern Rahmenbedingungen, die Innovation und Wachstum ermöglichen und Investitionsblockaden auflösen. Die deutsch-französische Initiative bietet dafür eine historische Chance“, so Roth abschließend.

Quelle: efuel alliance Österreich